Nur eine Frage der Macht?
13. April 2018 von admin
Nicht nur Recht, sondern neuerdings auch Wahrheit ist nur noch eine Frage der Macht, jedenfalls für „den Westen“ oder das, was ihn beherrscht. Selbstverständlich braucht auch die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel keine Beweise. Das Skript der NATO genügt. Ablesen können ist in Deutschland die entscheidende politische Führungsqualität. Somit steht für die Frau fest, was in Salibury und in Duma in Syrien geschehen ist. Ausgerechnet zusammen mit dem ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko äußerte sie am 10.4.: „Ich glaube, dass die Evidenz, dass dort Chemiewaffen eingesetzt wurden, sehr, sehr klar und sehr deutlich ist.“ Und ganz nebenbei stellt sie dabei auch das Nord Stream 2 Projekt in Frage http://www.zeit.de/news/2018-04/10/. (Angeblich zum Schutz der Corruptos in der Ukraine, tatsächlich im Dienst US Erdgasverkäufe nach Europa). Den Rest, dass die Entscheidung geglaubt wird, haben die Medien zu besorgen. Das wollen– wie es gerade aussieht – nicht mehr ganz so willfährig wie bis her. Vielleicht liegt es darin, dass der Fall Duma einen Weltkrieg auslösen könnte. Das hat sie vorsichtig gemacht. Und so bleibt das „angeblich“ wenigstens im Zusammenhang mit dem Giftgas-Vorwurf im Fall Duma in den Zeitungen.
Im Fall Skripal blies Merkels „Glauben“ bereits Dreck um die Ohren, auch wenn die Medien durch Schweigen sie davor zu schützen versuchen. Man wunderte sich schon nach der wundersamen Genesung der Skripal Tochter, was das schreckliche Gift wohl gewesen sein könnte. Da tauchte plötzlich die vom Salisbury District Hospital gleich zu Beginn gestellt Diagnose endlich in Medien auf. Man hatte dort eine Überdosierung von Fentanyl festgestellt die auf Fischvergiftung schließen ließ. Und bereits am 18. 3. 2018 hatte ein Arzt des Krankenhauses öffentlich bestritt, dass einer seiner Patienten von einem Nervengift geschädigt worden sei. Den Medien war das damals keine Meldung wert. Nun wird bekannt, dass die Skripals eine halbe Stunde vor dem Zusammenbruch im „Zizzi“, einem Restaurant für Meeresfrüchte, gegessen hatten. Eine Lebensmittelvergiftung würde auch erklären, warum ein Arzt, der der bewusstlosen Yulia Skripal über 30 Minuten lang Nothilfe geleistet hatte, überhaupt nichts von dem Gift abbekommen hatte, was bei dem genannten Nervengift unmöglich gewesen wäre. Für Medien war das uninteressant. Sie bedienten die Inszenierung.
Wir haben uns an ähnliche Medien- und Politikerlügen über angebliche und (noch)nicht bewiesene Giftgasangriffe Assads auf seine Bevölkerung, über den Besitz von Chemiewaffen und Berichte über Massaker und Massengräber spätestens seit Kosovo und dem inszenierten Angriff auf Serbien gewöhnt: In Syrien hatten die syrischen Regierungstruppen mindestens drei Giftgas-Labors der vom Westen unterstützten Terroristen ausgehoben: „Macht nichts, der Russe war’s!“ 2003 gab es Medien- und Politikerlügen über angebliche Massenvernichtungswaffen im Irak und Babys, die von Saddams »Schergen« aus den Brutkästen geworfen wurden. In einer französischen Reportage mit dem Titel »Killing Gaddafi«, die jetzt auf einer https://www.zdf.de/doku zu sehen ist, heißt es, die Begründungen für den Krieg gegen Libyen 2011 beruhten auf einer Propaganda-Lüge. Der Untersuchungsbericht des britischen Parlaments war zu dem Schluss gekommen, Gaddafi habe niemals vorgehabt, gegen die zivile Bevölkerung vorzugehen. Der Krieg hätte außerdem nach wenigen Tagen beendet werden können, wenn man nicht aus der Luft gegriffene Dinge berichtet hätte. Von einem geplanten Völkermord durch Gaddafi gab es keine Erkenntnisse, trotzdem wurde gebombt, zuerst von den USA, dann von der NATO. Der Westen wollte den Regimechange und inszenierte ihn. Ein normaler islamischer Friedhof wurde dafür medial als Massengrab aufgepeppt. Für die angeblichen Vergewaltigungen durch Soldaten der libyschen Armee fand selbst Amnesty International keinerlei Beweise. Gaddafi wird für das Lockerbie-Attentat und den Anschlag auf die Diskothek La Belle in Berlin verantwortlich. Beweise fand man nicht, nur „angebliche“ Indizien. Der Westen wollte Libyen nach dem Sturz des unverschämter Weise für die Entwicklung Afrikas engagierten Gaddafi in drei Teile aufteilen in die Kyrenaika, in Tripolitanien und Fessan, und er wollte dort wie später auch in Tunesien und Ägypten die Moslembrüder an die Macht, um schwache vom Westen abhängige Regierung zu installieren. Dazu ist es zum Leidwesen der Inszenierer (noch) nicht gekommen. Und dann gab es das unwürdige Theater Hollands um den Abschuss der malaysische Boeing 777/Flug MH17 im Juli 2014 durch den Fla-Raketenkomplex Buk beim Dorf Saroschtschenskoje. Es sollte unbedingt „den Russen“ in die Schuhe geschoben werden. Weil das nicht gelang, wurde es ruhig um den Fall. Wer würde solchen Leuten ein Pferd abkaufen wollen? Aber ihre Politik – das geht allemal.
„Kein vernünftiger Mensch hätte sich diese Eskalation vorstellen können“ (wie jetzt in Syrien) erklärte der russische Botschafter in der Schweiz, Sergej Garmonin, in einem Interview in Die Weltwoche H14 2018. Das stimmt nicht, man konnte. Putin hat aus eben diesem Grund in seiner Rede an die Nation vom 1.3. als Abschreckung auf sein bisher geheimes Waffenarsenal hingewiesen. Hoffentlich hat er nicht übertrieben. Garmonin widerlegte sich selbst, wenn er fortfährt „Die von London und Washington ausgelöste Desinformationskampagne ist unvorstellbar. Es handelte sich um eine „von langer Hand geplante Kampagne“, wie die Kette der Ereignisse im Zusammenhang mit dem mutmaßlichen Anschlag auf den Ex-Agenten Sergej Skripal und dessen Tochter zeige, so der Diplomat. „Sie brauchten nur einen Anlass.“
Für Trump, „who loves winning”, gibt es in Syrien nichts zu gewinnen. Doch alles Bisherige schlimmer zu machen, geht allemal: Ein vorgetäuschter Krieg gegen den Terror seit 2003,.ein vorgetäuschter Krieg gegen die Armut seit 1964, ein vorgetäuschter Krieg gegen Rauschgift (Drogen) seit 1971, ein falscher Handels-Krieg und nun ein Krieg, für den Endsieg, sollte der Gegner in diesem „Chicken Game“ nur etwas Zögerlichkeit zeigen. Der Nahost-Krieg war ein toller Erfolg, man sehe sich nur die Paläste der Rüstungsindustriellen in Nord-Virginia an. Der Krieg gegen die Armut war ebenfalls ein großer Erfolg, man schaue sich die Elendsquartiere nicht nur in West-Baltimore an (von denen in der sogenannten Dritten Welt mal abgesehen): eingefallene Häuser, ausgeplünderte Geschäfte, herumlungernde Menschen, das Moos sammelte sich bei den Reichen. Auch der Krieg gegen Drogen war ein voller Erfolg: Heute gibt es selbst in den USA mehr Rauschgift-Abhängige als zu der Zeit Präsident Nixons, der Drogen zu Amerikas „Staatsfeind Nummer eins“ erklärt hatte. Ebenso der Krieg gegen den Terror: Nichts hat mehr Terroristen erzeugt als dieser von W. Bush jn. erklärten Krieg. In allen diesen Kriegen ging es offensichtlich darum, ‚das Volk zu beklauen und die Amigos zu füttern‘ – und das mit Erfolg.
Solche Kriege werden nötig, wenn Geldgewinn das einzige Wirtschaftsziel ist, bei der Produktion von Versorgungsgütern kaum mehr Geldgewinn abfällt, weil die Kunden entweder nicht mehr Geld oder keinen Kredit mehr haben, und wenn die Spekulationsmöglichkeiten mit fiktiven Wertpapieren und sogenannten digitalen Blockchain-Währungen versiegen. Es ging nach der Globalisierung im Wesentlichen darum die Masse bei Stange zu halten und ihr die Taschen zu leeren und sie durch Schulden zu knebeln.
Die Chefs dieser Wirtschaftsweise brauchen keine Ermittlungen, keine Beweise, sie brauchen nur noch Anlässe, an denen sie die Massen-Meinungs-Mache anbinden können. Angesichts der wachsenden innenpolitischen Widerstände gegen die herrschende globalistische Elite tun sie immer mehr genau das, was sie in der Regel „korrupten autoritären Regimes“ vorgeworfen haben: Sie erklären die inneren Opposition zum Vertreter äußerer Feinde, zu „Putin-Verstehern“ etc.
In Deutschland ist das alles wegen der kürzlichen Geschichte etwas schwieriger als anderswo. Einerseits zeigt man sich so dankbar und unterwürfig, weil und soweit man für einen gesunden Antikommunismus und öffentliche Russlandphobie teilweise Absolution für den früheren Nationalsozialismus bekam. Andererseits hat man aufgrund der tief ins Unterbewusstsein eingefressenen Kriegserfahrung – jedenfalls bei denen, die gegebenenfalls an die Front ziehen oder Luftschutzbunker aufsuchen müssten – eine instinktive Abneigung gegen Kriegszündelei und sogenannte „Chicken Games“, wenn sie mit ihnen durchgeführt werden sollen. Für weitere Vorbehalte gegen unsere derzeitigen Politikverkäufer sorgten Erfahrungen mit der Energiewende, der Grenzöffnung, der Kampagne gegen Diesel und für Elektroautos, mit der propagierten Haftung deutscher Sparkonten für die europäische Schulden und der schrittweisen Einführung der Zensur mit Hilfe eines „Netzwerkdurchsetzungsgesetz“. Das alles scheint die umschulungsbedingten Schuldkomplexe allmählich abzureiben. Man beginnt den Braten zu riechen und sich zu rühren (etwa mit der „Gemeinsamen Erklärung 2018„). Selbst in der CDU rührt sich eine neu gegründete „WerteUnion“. Was anderes vermag diese deutsche Regierung und ihre Kostgänger gegen den wachsenden „bösen Populismus“ (oder die „Fake News“ eines Putin) tun, als sich umso fester an die Vorgaben der globalistischen Elite zu klammern, die bisher ihre Wiederwahl sicherstellen konnte?
Aber auch weltweit und selbst in den USA beginnt die Position der Elitisten zu wackeln. Ihr Reichtum besteht in den 230 Billionen Dollar, die sie anderen als Schulden aufzuladen verstanden haben. Aber was ist dieser Reichtum werden, wenn sich herausstellt, dass die Taschen der Schuldner inzwischen geleert sind und kaum mehr etwas zu holen übrig bleibt. Ein Bail Out wie 2009 ist mangels Masse nicht mehr in Sicht. Die Meisten aus der Masse haben ihre Kreditwürdigkeit verloren, sie konnten keine weiteren Schulden aufnehmen, um Häuser, Autos etc. zu kaufen. Der Immobilienmarkt brach damals ein und zog den Automobilmarkt, Hypothekenbanken etc. nach. Damals sprang „der Staat“ ein und ließ anschreiben z.B. für die Abwrack-Prämie und den Aufkauf wertlos gewordener fiktiver Werte (Papiere) durch die EZB zu künstlichen Preisen. Jetzt sind, auch wenn die EU-Bankenunion schon beschlossen sein sollte, die Staaten kaum noch kreditwürdig – außer vielleicht noch etwas Spielraum beim deutschen. Doch wie weit reicht dessen Kreditwürdigkeit noch? In den USA plante das Trump-Team eine enorme Ausgaben-Steigerungen – so dass die Defizite auf jährlich zwei Billionen Dollar und dementsprechend die Staatschulden weiter wachsen werden. Blasen allenthalben. Was könnte sie zum Platzen bringen?, fragen viele, die noch verbliebenes Vermögen retten wollen.
Aber was haben die Elitisten davon, wenn sie die Blase platzen lassen? Auslöser dafür gäbe es genug: Auto-Markt, Pensionsfonds? Tesla, die Börse, Derivatkontrakte, die (nicht mehr) Deutsche Bank etc. Viele befürchten einen Crash. Aber was soll eine Krise bewirken? Wie ließe sich eine nötige Marktkorrektur (das wäre ja die Krise) mit dem umlaufenden Spielgeld durchführen und zwar von Politikverkäufern an der Spitze, die bisher nur wegen ihres Daumens auf der Waage vorangekommen sind. Was könnten befürchtete „negative Zinsen“ oder ein „Bargeld-Verbot“ den Großgläubigern wirklich noch bringen? Damit würde man nur die noch verbliebenen spärlichen Reste aus den Ecken herauskehren. Das ist nicht der Stil der globalistischen Elite. Natürlich können EZB oder FED Staatsschulden einfach spurlos verschwinden lassen und weiter ausleihen. Doch die Schulden sind die Guthaben der globalistischen Finanzelite. Warum sollten sie darauf verzichten?
Die Crash- und Krisen-Verängstigen verkennen wieder einmal. Es geht denen nicht um Geld, die sich – wie die großen Geschäftsbanken hinter der FED – ihr Geld selbst drucken können. Es geht um Macht. Und wenn sich Macht durch Geld nicht mehr vermehren lässt, weil dieses immer wertloser wird, greift man zu anderen Mitteln, zum Beispiel zu Waffen. Doch die müssen von Menschen aus der Masse bedient werden. Hier liegt die Krux der globalistischen Elite und erklärt das Affentheater, das mit der ganzen Lügerei inszeniert wurde und wird. Zurzeit scheint sich der West-Elite die Frage zu stellen: abtreten oder mit dem Griff nach der Weltmacht aufs Ganze gehen. Die Antwort hängt vom Gelingen der Massenmanipulation z. B. auch mit Fake News und unbewiesenen Behauptungen ab.
Die britischen Zeitung The Guardian“ zitierte am 12.4. Mike Pompeo, den ehemaligen CIA Chef und wohl nächsten Außenminister für die globalistische Elite mit den Worten: „Russland fährt fort, aggressiv zu handeln, was viele Jahre lang durch die milde Politik bezüglich dieser Aggression gefördert wurde. Damit ist nun Schluss. Die Aktionsliste unserer Administration ist lang. Sie ist darauf gerichtet, den Preis für Wladimir Putin zu erhöhen.“ Der Anteil „des Westens“ am Bruttoinnlandprodukt (BIP) der Welt sinkt, während der von Russland, China deren Verbündeten steigt (https://www.heise.de/tp). Die einen könnten die weitere Entwicklung aussitzen, die anderen wohl eher nicht.